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Das Rotkehlchen ist der Vogel
des Jahres 2021
 

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal den Titel.

Mit seiner orangefarbigen Brust und Kehle ist das Rotkehlchen unverwechselbar. Der Bauch ist hell, Schwanz, Hinterkopf und Rücken sind braun gefärbt. Die Geschlechter sind nicht zu unterscheiden, aber das Alter: Jungen Rotkehlchen fehlt die orange Färbung, ihre Brust ist braun geschuppt. Sein Gesang ist eine Abfolge hoher Töne, die in einer „perlenden“ Strophe enden.

Das Rotkehlchen fühlt sich in Wäldern, Parks und Gärten zu Hause. Auch offene Landschaften wie Felder bewohnen die Rotkehlchen, solange es Sträucher zum Brüten gibt. Wer im eigenen Garten das Beet umgräbt, der hat schnell ein Rotkehlchen an seiner Seite. Es sucht in der aufgeworfenen Erde nach Würmern, Schnecken, Spinnen und Insekten. Außerhalb von Gärten folgt es auch größeren Säugern wie Wildschweinen, um auch hier Nahrung aus der aufgeworfenen Erde zu picken.

Foto: NABU

Rat und Hilfe

Für Rat- und Hilfesuchende haben wir eine Seite mit Hinweisen und Kontaktadressen zusammengestellt.

>>> Mehr dazu

Bitte achten Sie auch auf Ankündigungen in der lokalen Presse.


NABU-App "Vogelwelt"

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht mehr aus Papier sein.

Über 1.000 freigestellte Fotos von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern machen diese App einzigartig!

Die wichtigsten Funktionen sind das Bestimmen, Vergleichen und Melden. Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden. Das lohnt sich doppelt, denn der Erlös geht auch an den NABU.

Weitere Informationen beim NABU

(Foto: NABU)


Naturschutz im Saarland




Naturschutz in Deutschland



Galerie der Monatsbilder



 

Foto: Jürgen Wiesmeier



Käferwanderung des BUND in Lebach

Am Tag der Artenvielfalt veranstaltet der BUND Saar eine Exkursion zu den Käfern.

Die meisten der weltweit  rund 350.000 bekannten Käferarten leben in den Tropen. In Deutschland sind es rund 6.500, im Saarland immerhin fast 3.500 Arten. Einige dieser faszinierenden Insekten werden während der kleinen Wanderung aufgespürt und vorgestellt.

Die Exkursion ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum 50jährigen Jubiläum des BUND Saar und findet auch bei leichtem Regen statt.

Anmeldung unter: heike.sicurella@bund-saar.de
oder per Telefon 0681/813700 (Landesgeschäftsstelle BUND Saar)

Termin: 22.05.2021, 14:00-16:30 Uhr

Treffpunkt: Haus Eckert, Jabacher Straße 87, Lebach

Dozent: Dr. Martin Lillig

Bitte mitbringen: Botanikerlupe (ab 10facher Vergrößerung) und Gummistiefel bei leichtem Regen wären sinnvoll.


NABU-PICCOBELLO 2021 – Digital und real

Am Samstag den 10.04.2021 war es soweit.
Die Natur- und Vogelfreunde & NABU-Ortsgruppe Heckendalheim e.V. führten anstatt des auch in diesem Jahr Corona bedingt ausgefallenem Saarland-PICCOBELLO eine eigene Reinigungsaktion durch. Das Motto lautete „NABU-PICCOBELLO 2021 – Digital und real“ – d.h. digital geplant, real durchgeführt. Die Planung und Abstimmung erfolgten im Vorfeld digital per WhatsApp und E-Mail, die Ausgabe der Greifzangen, Mülltüten, Verpflegung usw. erfolgte kontaktlos auf dem Dorfplatz.

Das Interesse war groß. Neben den Mitgliedern beteiligten sich auch der Heimat- und Kulturverein, einige Heckendalheimer Bürger und unser Ortsvorsteher A. Greß. Gegen 10:00 Uhr schwärmten Jung und Alt, teils Eltern mit Kinder- und andere mit Bollerwagen gut gelaunt und motiviert in alle Himmelsrichtungen aus. Diese über 20 Personen, aufgeteilt in 7 Gruppen, befreiten über insgesamt rund 50 Stunden mit großem Eifer in und um Heckendalheim Straßenränder, Gebüsche, Hecken und teils Wiesen von Müll und Unrat.

Es hat sich „gelohnt“. Insgesamt kamen 22 große und gut gefüllte Müllsäcke mit unglaublich viel Plastikmüll jedweder Art, einige Autoreifen, Stühle, Holz, Eisen und zwei 100L-Säcke mit Flaschen zusammen. Insbesondere der Sperrmüll wurde von offensichtlich skrupellosen Zeitgenossen gezielt in der Natur entsorgt. Dies ist umso unverständlicher, wo doch eine oftmals sogar kostenlose Entsorgung auf der Deponie in Ormesheim möglich ist.

Nochmals danke IM NAMEN DER NATUR an alle Helferinnen und Helfer an dieser vorbildlichen Aktion.

 Foto: Norbert Herrmann


Ein Garten für Wildbienen und Schmetterlinge – Machen Sie mit!

Sie sind Gartenbesitzer/in oder haben einen Balkon und möchten gerne mehr für Insekten tun? Hier finden Sie eine Anleitung, mit deren Hilfe Sie Ihren Garten oder Balkon in ein Paradies für Menschen und Insekten umwandeln können. Dabei spielt die Größe des Gartens bzw. des Balkons keine entscheidende Rolle, denn selbst auf kleinstem Raum können Sie unserer bedrohten Insektenwelt wieder auf die sechs Beine helfen.

In der Anleitung (pdf) sind 4 Beispiele aufgeführt: die Schmetterlingsspirale, die Blumenwiese, das Staudenbeet und die Trockenmauer.

Foto: Marion Geib


Stunde der Gartenvögel vom 13. bis 16. Mai 2021

Vögel beobachten und zählen

Berlin – In vielen Regionen Deutschlands ist der Vatertag ins Wasser gefallen. Doch  Naturfreundinnen und -freunde haben sich von Regen und Fröstel-Temperaturen am langen Wochenende kaum abschrecken lassen. Mindestens 112.000 Menschen  haben an der „Stunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 16. Mai teilgenommen. Aus über 77.000 Gärten und Parks wurden dem NABU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) über 2,5 Millionen Vögel gemeldet. Die Zahlen werden noch steigen, denn Beobachtungen kann man noch bis zum 24. Mai dem NABU melden.

„Das derzeitige sehr wechselhafte und kühle Wetter macht unseren Vögeln wenig aus“, so NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Einige Arten profitieren sogar. Etwa die Amsel, sie kommt bei feuchtem Wetter viel besser an ihre Leibspeise – Regenwürmer.“ Der schwarze Vogel belegt nach dem Haussperling wie bisher in jedem Jahr seit dem Beginn der Aktion 2005 Platz zwei der am häufigsten gemeldeten Gartenvögel. Dabei ist er auch der zuverlässigste Gartenbesucher und konnte in über 92 Prozent aller Zählungen entdeckt werden.

Mit Spannung erwartet wurden die Zählergebnisse der Blaumeise. Bei der kleinen Meise mit dem blauen Köpfchen hatte im Frühjahr 2020 ein bakterieller Erreger namens Suttonella ornithocola erstmals zu einem Massensterben in vielen Teilen Deutschlands geführt. Dort, wo es grassierte, hatten die Sichtungen bei der Vorjahreszählung deutlich abgenommen, wie eine Analyse nach Postleitzahlen zeigen konnte. Eine Welle verstorbener Blaumeisen war zwar auch in diesem Frühjahr wieder festzustellen, sie war jedoch deutlich kleiner. „Die Blaumeise hat sich vom Einbruch im vergangenen Jahr gut erholt“, so Miller. „Auch wenn sie ihren normalen Durchschnittswert wohl nicht ganz erreichen wird. Offenbar konnten erfolgreiche Bruten die Verluste weitgehend ausgleichen.“

Insgesamt konnten pro Garten mit 32,5 Individuen wieder deutlich mehr Vögel als im Vorjahr entdeckt werden. Während die Gesamtzahl der Vögel im Siedlungsraum im Gegensatz zu den Beständen in der Agrarlandschaft damit weiterhin weitgehend konstant bleibt, gibt es doch für viele Vogelarten besorgniserregende Entwicklungen: So verharren die Sorgenkinder Mauersegler, Mehlschwalbe, Grünfink und Zaunkönig auf Höhe der schlechten Ergebnisse aus den Vorjahren. Miller: „Eine Trendwende ist bei ihnen weiter nicht in Sicht. 

Interessant sind auch die Ergebnisse bei den beiden Rotschwanzarten. Der eigentlich viel häufigere Hausrotschwanz nimmt seit vielen Jahren kontinuierlich ab. Inzwischen wird im Vergleich zum Beginn der Aktion vor 16 Jahren nur noch die Hälfte an Vögeln seiner Art gemeldet. Der seltenere Gartenrotschwanz hält sich dagegen stabil. Miller: „Diese Entwicklung beim Hausrotschwanz ist besorgniserregend. Vermutlich leidet er als Gebäudebrüter am Verlust von möglichen Brutnischen und als Insektenfresser an fehlender Nahrung.“

Positiv entwickeln sich weiterhin die Gartenbestände von eigentlichen Waldvögeln wie Ringeltaube und Buntspecht. Ein besonderer Gewinner der aktuellen Zählung ist offensichtlich der Stieglitz. Die gemeldeten Zahlen dieses farbenfrohen Finkenvogels machten einen Sprung: In diesem Jahr konnte er in 16 Prozent aller Gärten mit 0,43 Vögeln pro Garten entdeckt werden. Beide Werte sind doppelt so hoch wie noch zu Beginn der Zählungen. Die Besonderheit dieser Art ist, dass er als einer von ganz wenigen Singvögeln seine Jungen nicht mit Insekten, sondern vegetarisch ernährt.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind unter www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Mit einem Endergebnis wird Ende Mai gerechnet.

Foto: Grünfink, NABU Frank Derer


Stunde der Wintervögel 2021

Vögel beobachten und zählen

Die „Stunde der Wintervögel“, die vom 8. bis 10. Januar stattfand, hat alle Rekorde gebrochen: 231.687 Vogelfreunde haben ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV) gemeldet. Gesichtet wurden über 5,5 Millionen Vögel in mehr als 160.000 Gärten.

Im Saarland waren es 2.118 Vogelfreunde, die in 1.550 Gärten 54.333 Vögel gezählt haben. Hier ist bei den 10 häufigsten Vögeln die Zahl der Blaumeisen (-37%), der Kohlmeisen (-36%), der Amseln (-17%), der Feldsperlinge (-14%) und der Elstern (-7%) deutlich zurück gegangen. Den größten Zuwachs haben die Rabenkrähen (+22%), gefolgt von den Haussperlingen (+3%) und den Buchfinken (+1%) zu verzeichnen. Die Zahl der Stare und Rotkehlchen hat sich gegenüber 2020 nicht verändert.

Weitere Informationen zu den einzelnen Bundesländern und Landkreisen sowie detaillierte Angaben zu jeder Vogelart finden Sie beim NABU

Foto: Nabu.de


Sensationeller Fund in Heckendalheim  

Steirischer Fanghaft (Mantispa styriaca) nach 42 Jahren wiederentdeckt

Dieser Augenblick - Fund, Zeit für ein Foto und auch noch einfangen - ist für mich ein Wunder.

Nichts ahnend verweilte ich zu Hause im Garten, als ich aus einer Entfernung von etwa 2 m ein Insekt an der Hauswand sah, das sich dort aufrecht festhielt.

Sensibilisiert war ich bereits durch eine Beobachtung eine Woche zuvor, als ich eine „rote Ödlandschrecke“ in der Hand hielt und wieder fliegen ließ. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Kamera griffbereit, also war kein Nachweis möglich. Dieter Dorda hat mich einen Tag später besucht, und wir haben uns dann gemeinsam auf die Suche gemacht, leider ohne Erfolg. Aber wir konnten zumindest einige blauflügelige Ödlandschrecken beobachten.

Das Vorhandensein des Steirischen Fanghaft dagegen konnte ich leicht nachweisen - siehe Foto. Durch eine Rücksprache mit Dieter Dorda und Andreas Werno, Delattinia e.V. - Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes, wurde dann dieser sensationelle Fund in Kürze bestätigt.

Unvergessene Augenblicke im Leben!

Jürgen Wiesmeier
Vorsitzender der Natur- und Vogelfreunde Heckendalheim e.V. und der NABU OG Heckendalheim e.V.

Text und Foto: Jürgen Wiesmeier

Erster Nachweis vom Steirischen Fanghaft - Mantispa styriaca (PODA, 1761) im Saarland

Kommentar von Andreas Werno (Leiter des Arbeitskreises Nachtfalter, Delattinia e.V.):

Der „Steirische Fanghaft“ (Mantispa styriaca) ist zusammen mit dem nah verwandten „Verwechselten Fanghaft“ (Mantispa aphavexelte) einer der beiden in Mitteleuropa vorkommenden Arten. Nachdem der „Verwechselte Fanghaft“ jetzt schon mehrfach im Saarland nachgewiesen wurde, z. B. in Saarfels (2005), Nunkirchen und Reichenbrunn (2019), konnte jetzt durch Jürgen Wiesmeier an einer Hauswand der „Steirische Fanghaft“ fotografiert und belegt werden. Das ist eine kleine Sensation, denn es handelt sich nach 42 Jahren (letzter Nachweis 1978 in Nordthüringen (Utleb, 1991)) um einen bestätigenden rezenten und überprüfbaren Nachweis dieser Art in Deutschland. Damit sind im Saarland alle nördlich der Alpen bekannten Arten der Fanghafte aktuell nachgewiesen. Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es mittlerweile auch einen publizierten Nachweis vom „Verwechselten Fanghaft“ vom Bausenberg bei Niederzissen.


60 Jahre Vogelschutz in Heckendalheim

Liebe Mitglieder, Kinder, Naturfreunde und Mitbürger,
in diesem Jahr besteht unser Verein 60 Jahre. Geplant war eine große 60-Jahr-Feier im Wendehammer. Leider müssen wir diese vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie absagen. Wir werden natürlich rechtzeitig darüber informieren, wann die Veranstaltung nachgeholt wird.
Zur Zeit zählt der Verein der Natur- und Vogelfreunde 90 Mitglieder, davon sind 45 auch Mitglied in der NABU Ortsgruppe.
Danke an Alle, die uns über viele Jahre die Treue gehalten haben und auch weiterhin halten.

Stellvertretend für alle Mitglieder soll an dieser Stelle für 60 Jahre Mitgliedschaft das Gründungsmitglied Ewald Weinmann erwähnt werden. Auf 55 Jahre Mitgliedschaft schaut zurück Heinrich „Heini“ Walle.
Von dieser Stelle aus unser Dank und weiterhin alles Gute.

Zugvögel
Die ersten Zugvögel sind schon ins Wintergebiet gestartet. Leider konnten wir in diesem Jahr nur noch wenige Mauersegler, Rauchschwalben und Mehlschwalben in Heckendalheim beobachten, von denen auch einige hier brüteten. 

Aktivitäten
Einige Aktivitäten konnten trotz Corona durchgeführt werden. So wurden viele Schautafeln erneuert und es erfolgte eine Säuberung auf dem Bann. Auch die Turmfalken, Schleiereulen und der Steinkauz wurden betreut.

Kinder – Lust auf Wandern und Natur?
Liebe Eltern, wir wollen ab Oktober wieder Wanderungen in der Natur durchführen.
Wer Interesse hat, bitte Kontakt über info@heckenspechte.de oder den 1. Vorsitzenden Jürgen Wiesmeier, Tel. 2241, aufnehmen. Den Kindern soll unser Ort Heckendalheim und die umgebende Natur näher gebracht werden.

Wir wünschen allen noch eine schöne Ferienzeit und viel Gesundheit.

Der Vorstand


Mysteriöses Sterben von Blaumeisen

Erreger des Meisensterbens identifiziert:
Bakterium verursacht Lungenentzündung bei Blaumeisen.

Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

„Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“

Bis zum 22. April wurden dem NABU innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun bei Meisen aus den Landkreisen Ammerland und Diepholz Suttonella ornithocola festgestellt. Fast gleichzeitig wurde aus dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bekannt, dass bei vier untersuchten Blaumeisen aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen derselbe Erreger gefunden wurde. In allen Landkreisen, in denen das Bakterium bestätigt werden konnte, zeigt auch die Karte der beim NABU gemeldeten Verdachtsfälle eine erhöhte Melderate.

Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen - in Finnland. Im April 2018 wurde Suttonella ornithocola erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen bei kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Miller: „Das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr ist für diesen Erreger neu. Außer Deutschland sind mindestens auch Luxemburg und Belgien betroffen.“

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.
  
Um Ausmaß, räumliche Verbreitung und Verlauf der Epidemie ermitteln zu können, ruft der NABU weiterhin dazu auf, Fälle von kranken oder offensichtlich an Krankheit verstorbenen Vögeln über sein Online-Formular unter www.NABU.de/meisensterben zu melden.

In betroffenen Gärten sollten Anziehungspunkte wie Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können. Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Danke für Ihre Mithilfe!
(Foto: naturfotografen-forum)

Meldungen bitte ausschließlich an den NABU Bundesverband mit o.g. Online-Formular.


Die Aktion "Picobello" entfällt in diesem Jahr wegen der Corona-Krise!

Bei Fragen bitte den 1. Vorsitzenden Jürgen Wiesmeier kontaktieren.


Amphibienwanderung 2021

Die Amphibien stehen bereit ...

Werte Naturfreunde,

Die Krötenzäune im Gebiet „Ommersheimer Weiher“ und  Gebiet Ziegelhütte  wurden bereits aufgestellt, die Schilder mit den „Krötensymbolen“ aufgeklappt. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer die Hinweisschilder zu beachten und ihre Geschwindigkeit in den Abendstunden von 19:00 Uhr bis 06:00 Uhr besonders in diesen Gebieten auf 30 km/h zu drosseln. 

„Naturfreunde“, die nicht den Ortsgruppen namentlich gemeldet sind, bitten wir aus gegebenem Anlass die Amphibien nicht umzusetzen (Diebstahl bzw. Beschädigung der Schutzzäune).

Der Vorstand


Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas

Der NABU Saarland sucht Seniorinnen und Senioren für Naturschutzprojekte in Kitas

Jung und Alt schaffen gemeinsam Naturoasen

Heimische Tier- und Pflanzenarten und deren Schutz spielen im Lebensalltag von Kita-Kindern oft eine untergeordnete Rolle. Gemeinsam mit engagierten Seniorinnen und Senioren will der NABU deshalb aktiv werden und in ausgesuchten Kindertagesstätten spannende Naturoasen schaffen. Hierzu werden naturbegeisterte Menschen in der nachberuflichen Phase gesucht, die sich zu sogenannten Kita-NaturbotschafterInnen ausbilden lassen möchten. Innerhalb von acht praxisnahen Workshops im 1. Jahr und drei Erfahrungsaustauschen zur Netzwerkbildung im 2. Jahr wird das nötige Wissen vermittelt. Sie werden darin geschult, Kinder in Kindertagesstätten mit konkreten Naturschutzaktionen für die biologische Vielfalt im Sinne einer umsetzungsorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung zu begeistern. „Gerade Ältere verfügen oft über ein Naturwissen und haben Erfahrungen etwa beim Gärtnern, die sie gerne an die Kleinsten weitergeben möchten“ so Uli Heintz, Vorsitzender des NABU Saarland. Aus diesem Grund setze der NABU auf das Erfahrungswissen der Seniorinnen und Senioren.

Dank der Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes kann die zu Beginn des neuen Jahres startende Ausbildung kostenlos angeboten werden. In einem persönlichen Gespräch erhalten interessierte Seniorinnen und Senioren nähere Informationen. „Wir freuen uns auch, wenn sich interessierte Kitas oder Eltern bei uns melden“, so Birgit Freiheit vom NABU Saarland. Gemeinsam können dann Seniorinnen und Senioren für ein Engagement gesucht werden.
Die Ausbildung findet im Waldinfozentrum des NABU Saarland an der Scheune Neuhaus im „Urwald vor den Toren der Stadt“ bei Saarbrücken statt.

Kontakt für Interessierte:

NABU Landesverband Saarland
Birgit Freiheit
Tel. 06881/93619-13
E-Mail: birgit.freiheit@NABU-saar.de
Infos: www.kita-naturbotschafter.de/


Die meisten Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.


NABU OG Heckendalheim e.V.
 ¦  Jürgen Wiesmeier ¦ Otto-Walle-Str. 19 ¦  66399 Heckendalheim ¦ Tel: 06803 2241
Letzte Änderung:03.06.2021